Empire Market und die letzten Zahlen

Schlussendlich hat der „Empire Market“, der größte Darknetmarket, mit Krypto-Währung seiner Benutzer im Wert von 30 Millionen US-Dollar die Biege gemacht. Es wurden tatsächlich “ALLE” Wallets geleert und es ist keiner der noch Geld auf dem Markt liegen hatte ungeschoren davon gekommen.

Seit dem 19. August 2020 war Empire von einer massiven DDoS-Attacke ständig gehandicapt. Es ist jedoch noch unklar, ob der Distributed-Denial-of-Servce-Angriff nur als Vorwand verwendet wurde, um den Exit-Scam vom Empire Market zu verbergen.Andere Quellen behaupten nach wie vor ein mysteriöser Angreifer der sich selbst der “Schwerer Gustav” nennt (nach dem aus dem im zweiten Weltkrieg gebaut und genutzten und bis heute größten 80cm Artilleriegeschütz das jemals gebaut wurde. Anm.d.Red) würde einen Markt nach dem anderen mit seinen Attacken zum bezahlen von quasi Schutzgeld zwingen und Empire hätte bereits Zahlungen geleistet wie so ziemlich jeder andere Markt. Das ist jedoch weder bewiesen noch widerlegt.

Am 20. August 2020 hatte einer der Moderatoren von Empire einen Post auf Dread veröffentlicht. In der Nachricht hatte der Moderator versucht, den guten Willen seines Marktes trotz des DDoS-Angriffs online zu bleiben bekräftigt. Die Nachricht lautete:



    “We are the #1 market and it is your trust that has allowed us to get here.”;

    “Trust is earned over time.
When dozens of admins were scamming in 2018 and 2019,
we were the only market to stay loyal to you. 
This is who we are. Our character has not changed. 
Many want to see us fall but we are not going anywhere.”

("Wir sind der grösste Markt die Nummer 1 und es ist Ihr Vertrauen, 
das es uns ermöglicht hat, hierher zu gelangen.
„Vertrauen wird mit der Zeit verdient". 
Als 2018 und 2019 Dutzende von Admins betrogen haben 
(die Exit scams von Nightmare, Berlusconi usw. bis Cryptonia Anm.d.Red.))
, waren wir der einzige Markt, der Ihnen die Treue hielt. 
Das sind wir. Unser Charakter hat sich nicht verändert.
 Viele wollen uns fallen sehen, aber wir gehen nirgendwo hin. “

Am 23. August begannen sich plötzlich die Gelder auf Empire zu bewegen, eine Wallet nach der anderen wurde geleert, die Beschwerden geprellter Kunden mehrten sich, es gab anscheinend auch richtig dicke Fische darunter denen 5-Stellige Beträge abhanden gekommen sein sollen.

In einem Post des Hauptmoderators „Se7en“ vom 27. August 2020 im Dread-Forum heißt es, dass der Empire-Markt nie so funktioniert habe, wie er angeblich hätte sein sollen, und dass der Markt einen Erpresser namens Stackz420 oder Gustav einen Betrag von 10.000 US-Dollar gezahlt hat
plus 15.000 US-Dollar in einer Woche, um das DDoS auf dem Markt einzustellen und es endgültig zu beenden, so die Quelle weiter.

Der leitende Moderator hatte auch die Abwesenheit der Marktadministratoren bemerkt, die auf ihren Jabber-Konten nicht mehr erreichbar waren. Dies gibt den eindeutigen Beweis, dass es einen Empire Market Exit-Scam gegeben hat, bei dem der Markt mit riesigen Geldern geflohen ist. Wenn die Moderatoren aufgeben ist der Fall klar

Der nach Nightmare, Cryptonia, Samsara und Berlusconi letzte große Markt ist Geschichte, doch die Nachfolger haben bereits durchgestartet.

An der Spitze, die großen 2. Der eine mit dem simplen Eckmar-Script aus dem boden gestampfte Designeralbtraum Darkmarket und der handgeschnitzte Sicherheitsbasierte Multisig-markt Versus.
Dicht gefolgt von Whitehouse Market, der aber wohl nicht aufholen können wird aufgrund seiner Monero-only Strategie. Dem Drogenkäufer von heute scheint der Bitcoin trotz fehlender Privatsphäre doch die Währung der Wahl zu sein.

Trotz all dem darf man eines nicht vergessen, Empire war der einzige Markt der länger als ein Jahr unbeschadet und ohne Verhaftungen den Behörden durchs Netz ging. Wie das gelungen ist scheint heute wie damals ein Geheimnis zu bleiben. Eines ist aber klar, außer dem Headmoderator Se7en und seinem Gehilfen Melbourne bekam niemand auch nur einen Mitarbeiter von Empire ins Sichtfeld.

Ob die Geflüchteten mit dem Geld wirklich davonkommen bleibt abzuwarten, 30 Millionen versteckt man nicht einfach in der Hosentasche und gewechselt in echtes Geld muss es auch noch werden, das hat schon so manchem die Freiheit gekostet…

Eine Reportage von K. Ippe (Kettenraucher & Chefredakteur)

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