Vendor-Helfer vor Gericht

Justitia vergibt nicht, auch nach 5 Jahren holt so manchen die dunkle Vergangenheit ein.
Nachdem die Polizei damals einen Drogenhandel in Gronau und Burgsteinfurt auffliegen ließ, hat ein Ermittlungserfolg zu einem weiteren Strafverfahren am Landgericht Münster geführt. Seit Dienstag wird die Beteiligung zweier Männer (26 und 27 Jahre alt) an der Dealer-Gruppe verhandelt. Die beiden hatten von einer Wohnung an der Zollstraße in Gronau, danach von einem Ferienhaus am Drilandsee und zuletzt von einem Wohnhaus am Rosenweg in Burgsteinfurt aus Drogen per Post an Empfänger in verschiedenen Teilen der Welt geschickt. Die Drogen wurden ausschließlich über das Darknet angeboten.

Die beiden Angeklagten sollen ab April 2015 für mehrere Wochen bei der Portionierung angelieferter Drogen aus den Niederlanden, beim Verpacken und beim Versand der Bestellungen in Luftpolstertaschen über öffentliche Briefkästen geholfen haben. Beide befinden sich Untersuchungshaft.

In der ersten Aprilhälfte 2015 war bereits eine ähnliche Tätergruppe aufgeflogen – fünf Personen wurden verhaftet. Ihr niederländischer Boss heuerte daraufhin neue Helfer speziell im Münsterland sowie in grenznahen Orten der Niederlande an, darunter die Angeklagten. Sie haben ihre Beteiligung am Dienstag bereits bestanden.

Der Jüngere hat die Drogen Vakuumverpackt, der Ältere machte den Stoff versandfertig. Die beiden hätten zur „Verpackungseinheit“ der Bande gezählt, formulierte es der Staatsanwalt in der Anklage. Der niederländische Organisator des Netzwerks bot die illegalen Substanzen im Darknet auf den Marktplätzen an. Er wurde am 30. April 2015 festgenommen. Wir vermuten das es sich dabei um den Vendor Bungee54 handelt konnten für dieses datum in den Archiven bei Gwern keinerlei bestätigten Report dazu finden

Quelle: BKA

Am 1. Juli 2015 war der Standort in Steinfurt aufgeflogen. Die heute 27-Jahre alte „Chefin“ der Verpacker wurde später wegen illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu neun Jahren Gefängnis verurteilt, ein weiterer Mittäter der Gruppe zu elf Jahren. Sie erklärte am Dienstag als Zeugin, dass die beiden Angeklagten die Gruppe relativ früh verlassen hätten. Ermittler hatten anhand von sichergestellten Listen errechnet, dass das Netzwerk in den Wochen seines Drogen-Handels 3882 „Einzelbestellungen“ abgewickelt habe, sagte der Staatsanwalt, mit unter anderem 3,3 Kilogramm Kokain und 49 Kilogramm Ecstasy.

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