42 Millionen Dollar! Binance schlägt wieder zu

In Zusammenarbeit mit Binance, einer Krypto-Börse & Handelsplattform für Kryptowährungen, identifizierte und verhaftete die ukrainische Cyberpolizei, im Rahmen des Projektes „Bulletproof Exchangers“, eine Gruppe von Cyberkriminellen. Diese waren an einer Ransomware- und Geldwäscheoperation in Höhe von 42 Millionen US-Dollar beteiligt. So heißt es in einer am 18. August veröffentlichten Pressemitteilung

Einige der festgenommenen Verdächtigen.
Quelle: ukrainische Polizei

Bei Binance arbeiten wir stets daran, die Sicherheit unserer Kunden zu gewährleisten und Untersuchungen zur Sicherheit des globalen Kryptowährungs-Ökosystems zu unterstützen. Ein Teil dieses Engagements besteht darin, böswillige Akteure zu bekämpfen und den Opfern zu helfen, Gerechtigkeit zu suchen. Bei der Bekämpfung der Geldwäsche verfolgen wir einen datengesteuerten Ansatz, bei dem unser Sicherheitsteam Mechanismen entwickelt hat, mit denen betrügerische Aktivitäten identifiziert und eingestellt werden können. Das Binance Sentry-Team und sein Analysearm, das Security Data Science-Team, sind dafür verantwortlich, auf diesen Betrugsbekämpfungssystemen aufzubauen und Untersuchungen zu skalieren. Derzeit wenden wir Feature-Engineering-Techniken an, um verdächtige Muster im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten zu identifizieren. Diese Signale werden dann gestapelt und dienen als Eingabe für die zu entwickelnden Detektionsmodelle, um unsere Untersuchungen zu unterstützen. Angesichts des erheblichen Volumens, das mit dem Binance-Austausch verbunden ist, gehen unsere zahlreichen Datensätze über das hinaus, was für eine manuelle Analyse plausibel wäre. Daher haben wir Erkennungsalgorithmen verwendet, die auf historischen Angreiferdaten trainiert wurden, um potenziell böswillige Aktivitäten zu kennzeichnen. Sobald ein Ereignis markiert wurde, überprüfen unsere Sicherheitsteams den Fall und gehen entsprechend vor. Das kugelsichere Austauschprojekt Eine der Aufgaben des Security Data Science-Teams besteht darin, Transaktionen zwischen Binance und Unternehmen mit hohem Risiko zu identifizieren, einschließlich der sogenannten “Bulletproof Exchangers”. Diese Kryptowährungsplattformen dienen häufig als Auszahlungspunkte für Kryptowährungsoperationen im Zusammenhang mit Finanzverbrechen und anderem Betrug. Ähnlich wie bei Bulletproof Hosting-Diensten, bei denen es sich um Webhosting-Anbieter handelt, die strengere Regeln für das Hosting auf ihren Servern haben, sind Bulletproof Exchangers für ihre Richtlinien für mildes Know-your-Customer (KYC) und Geldwäschebekämpfung (AML) bekannt . Daten, die in Zusammenarbeit mit TRM Labs, einem Startup für regulatorische Technologien, das sich auf Blockchain-Analysen konzentriert, analysiert wurden, zeigen, dass diese Austauscher, die häufig in Regionen mit mangelnder Durchsetzung oder Regulierung ansässig sind, einen hohen Anteil des Transaktionsvolumens aufweisen, das mit Risikokategorien wie z B. Ransomware-Angriffe, Exchange-Hacks und Darknet-bezogene Aktivitäten. Die illegalen Einnahmen aus diesen Angriffen und der anschließenden Geldwäsche werden dann wieder in Cyberkriminelle und Infrastruktur zurückgeführt, um weitere unrechtmäßige Gewinne zu erzielen.

Pressemitteilung von binance

Das interne Binance Sentry-Team und das Security Data Science-Team haben die ukrainische Cyberpolizei dabei unterstützt, eine Cybercrime-Bande bereits im Juni dingfest zu machen. Diese hat die Gelder für kriminelle Gruppen gewaschen. Innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren hatten sie Erfolg. Neue Details dazu wurden allerdings erst jetzt bekannt. Demgemäß gaben die Beamten an, die Cyber-Gang hätte drei Mitglieder, die seit 2018 ihren illegalen Geschäften in der ukrainischen Region Poltawa nachgingen, aber auch global tätig waren.

Ihre Dienste hätten sie in Darknet-Foren beworben sowie auf über 20 Webseiten angeboten. Sie haben dort inseriert, Kryptowährung von kriminellen Aktivitäten in Fiat-Währung (Bargeld) umzuwandeln. Mit diesem angebotenen Service, auch bezeichnet als Bulletproof Exchangers, unterstützten sie Kriminelle dabei, deren illegal erzielten Gewinne zu waschen. Insgesamt hätte die Gruppe so Bitcoin im Wert von gut 42 Millionen Dollar ausgecasht. Das Geld solle „durch Hackerangriffe auf internationale Unternehmen, der Verbreitung bösartiger Software und des Diebstahls von Geldern auf den Bankkonten ausländischer Unternehmen und Einzelpersonen“ erzielt worden sein. Zudem wird den Gang-Mitgliedern vorgeworfen, mit Ransomware-Banden zusammengearbeitet und auch selbst Ransomware verbreitet zu haben. Die Verdächtigen müssen mit bis zu acht Jahren Gefängnis rechnen.

Binance-Projekt: „Bulletproof Exchangers“

Das Zusammenwirken von Binance mit der ukrainischen Polizei ist Teil des sogenannten „Bulletproof Exchangers“ -Projekts von Binance, mit dem Transaktionen zwischen Binance und Unternehmen mit hohem Risiko aufgespürt werden sollen. Binance gibt dazu an, Anfang 2020 für dieses Projekt zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt zu haben. Damit wollten sie „tiefer in die potenziellen Methoden einzutauchen, mit denen diese „Bulletproof Exchangers“ Geld über den Kryptowährungsmarkt wuschen“.

Binance gibt an, um solche Wechsler effektiv zu enttarnen, hätten sie eine Datenbank mit relevanten Signalen und Datensets aufgebaut. Diese stellt eine Verbindung von User-Daten und DNS-Aufzeichnungen mit polizeilichen Anfragen sowie Blockchain-Analysen her.
Auch in Zukunft wird Binance Big-Data-Techniken für weitere Sicherheitsforschung und Untersuchung kryptobezogener krimineller Aktivitäten anwenden.

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