Werbung oder Warnung ?

Da schafft es ein Darknet Marktplatz doch tatsächlich Aufmerksamkeit im Clearnet zu erregen. Bei Bitcoin.com erscheint ein ellenlanger Artikel über den Whitehouse-Market. Die Bezeichnung “toughest Market on the Darknet” sei wohlverdient heißt es da unter anderem. Da haben wir doch mal genauer hin gesehen.

Alles in allem liest sich der Artikel wie ein Hochlied auf die Anonymität, den Monero und vor allem auf den noch recht jungen Marktplatz selbst.
Alles so sicher, alles so safe, das sich der Author doch tatsächlich dazu hinreißen lässt davon zu berichten selbst, als Test versteht sich, 2 Bestellungen auszulösen, das Geld zu überweisen und 2 Tage später die Ware anzunehmen.
Da fragt ich mich doch gleich, was hat der da bestellt und kommt um jede Strafverfolgung herum ? So sehr ich auch den Marktplatz durchsucht habe, ich habe keine Artikel gefunden die man legal beziehen könnte, selbst wenn man in den Niederlanden wohnte, wäre jegliches Zutun zu diesen Bestellungen illegal und mit Strafe belegt. Ein schlauer Mann sich also gleich inklusive Geständnis zur veröffentlichen.

Und der Vollpfosten des Monats geht damit verdient an

Kai Sedgwick

Für seine herausragende Performance als schlechtes Beispiel hat er diesen Award mehr als verdient.
Aber war das alles ? kaum. Denn Sedgwick ist bekannt dafür an Whitepapers für Blockchain Startups mit zu arbeiten und sich in der Welt der Krypto-Währungen hervorragend aus zu kennen.

Nun ist uns zugetragen worden das der Whitehouse Market planen soll eine zweite Währung neben dem Monero als Zahlungsmittel zu zulassen.
Gesetzt dem Falle das der Marktplatz wie auch von uns schon prophezeit zur Nummer eins entwickelt würde die Einführung eines unverbrauchten und unbekannten neuen Altcoins diesen im Kurs durch die Decke schießen lassen.

Das ein einziger Marktplatz enorme Auswirkungen auf einen Krypto-Coin hat, hat vor Jahren schon Silkroad gezeigt, ohne dessen Schließung durch die Behörden der Bitcoin einen der heftigsten Abstürze seiner Zeit hinnehmen musste. Kommt jetzt plötzlich massiver Bedarf eines Coins auf weil viele Benutzer darauf umsteigen, wohl wissend das der unbekannte neue Wertträger auch bei den Gesetzeshütern unbekannt und somit sein Weg schwer nachvollziehbar ist, profitieren Investoren mit Vorausblick natürlich massiv.
Man müsste jetzt fragen , ob unser guter Kai bereits ein Start-up in der Hinterhand hat um besagten Coin zu pushen, damit zusätzlich den Markt zu manipulieren und innerhalb kurzer zeit ein paar hundert Prozent Rendite zu erwirtschaften?
Man müsste auch fragen wie er gerade in einer Zeit in der es für viele Coins wieder bergauf geht, sich aber eine massive Front gegen den Monero seitens einiger einflussreicher westlicher Regierungen und Behörden entwickelt, darauf kommt genau darüber zu berichten wie wichtig doch die Anonymität und der freie Handel sind.
Aber wer fragt das schon?

Honi soit qui mal y pense

Ein Schelm wer Böses dabei denkt…

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