How not to sell Drugs from the Darknet – Knast

(Das Wortspiel wollt ich schon lange mal bringen ????)

Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden wirft einem jetzt 37jährigen tschechischen Staatsangehörigen vor, zwischen April und August 2018 in 3 Fällen im verdeckten Teil des Internets, dem sog. Darknet, von seiner Wohnung in Bühlertal aus größere Mengen Amphetamin und Ecstasy-Tabletten bestellt zu haben, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Diese Drogen stehen nicht mehr zum Verkauf

Zwei der Rauschgiftsendungen erreichten den Angeklagten nicht, da im ersten Fall der aus den Niederlanden einreisende Kurier festgenommen und das Rauschgift sichergestellt wurde und im zweiten Fall die Postsendung nicht ausreichend frankiert war und letztlich bei der Polizei landete. Bei der dritten Bestellung geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die bestellten 150 Gramm Amphetamin und 50 Ecstasy-Tabletten den Angeklagten erreichten und von ihm mit Gewinn weiterverkauft wurden. Die Wohnungsdurchsuchung führte noch zum Auffinden geringer Mengen an Cannabis, was – neben den Vorwürfen des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge bzw. des gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln – einen weiteren Anklagevorwurf ausmacht. Der Angeklagte hatte im Ermittlungsverfahren die Tatvorwürfe bestritten, ist nach Anklageerhebung aber auf einen Verständigungsvorschlag des Schöffengerichts Baden-Baden eingegangen und hat ein Geständnis angekündigt, so dass das Amtsgericht Baden-Baden zu der am 21.10.2020 um 13:00 Uhr im Sitzungssaal 016 stattfindenden Hauptverhandlung keine Zeugen geladen hat.

Kommentar:

tagtäglich lese ich die zeternden Kommentare wütender Kunden die ihren Händler als Scammer und Dieb beschimpfen weil ihre Ware nicht angekommen ist. kein einzige der Schlauberger die aus Preisersparnis in den Niederlanden bestellen zieht die Möglichkeit in betracht das es

  1. durchaus noch Zöllner innerhalb Europas gibt die den Warenverkehr überwachen und gerade aus sogenannten “Hot-Countrys” beinahe jedes zweite Päckchen unter die Lupe nehmen.
  2. Die Einfuhr von Drogen aus dem Ausland, selbst in geringer Menge eben KEIN Kavaliersdelikt ist sondern hart bestraft werden kann.
  3. Es nicht bei einem “Loveletter” und einem Klaps auf die Finger bleiben wird, weil die Mühlen der Justitia aber langsam und sehr gründlich mahlen, und es Monate dauern kann bis einen die Realität einholt und die Herren von der Drogenfahndung vor der Tür stehen mit einem Durchsuchungsbeschluss, kommt das harte erwachen spät aber mit einem Knall.

Der angehende Drogenbaron machte Fehler über Fehler und bestellte munter weiter, vermutlich sogar immer beim selben Händler. Dabei hätte ihm doch spätestens nach der nicht eingetroffenen zweiten Sendung klar sein müssen das das nichts wird mit den günstigen Drogen aus dem Land der Tulpen und Windmühlen.

Doch der günstige Preis lockt immer noch viel zu viele möchtegern-Dealer dazu sich beim Holländer einzudecken und wie sie es in der Serie gesehen haben zu m Dealer zu werden und schnelles geld machen zu können.


Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1.
Betäubungsmittel unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben, einführt, ausführt, veräußert, abgibt, sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft,

§ 29 Betäubungsmittelgesetz

Genau lesen Freunde, da steht nichts von geringer Menge. beim Handel gibt es keine geringe Menge, da gibts bis zu 5 Jahren Knast.

Das verschweigt die tolle Serie nämlich…

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